ANLAGEN-BEISPIELE 1997 -2019

Erste eigene Solarstrominselanlage auf WoMo, 1988

Als wir unseren ersten, eigenen Dethleffs Globetrotter hatten, stellten wir schnell fest, das es außerhalb von Campingplätzen viel schöner ist und damals gab es noch nicht die bösen Randerscheinungen des späteren WoMo-Hypes (illegale WoMo-Burgen, Wäscheleinen im Wald, Müllkippen, Feuerstellen, u.s.w.). Wir waren immer und überall gern gesehen. Doch in der Wildnis braucht der verwöhnte Mensch doch Einiges.
Also wurde für die Autarkie aufgerüstet:

2 x 11 kg Gas, 140 l Tank, Ventilator für die chemiefreie Toilette und eben Solarstrom: 
Das 43 Wp Solarex-Modul, der Conrad-Billig-Regler, die 100 Ah-Anker-Batterie und der 300 W-Baumarkt-Wechselrichter kosteten damals ca. 1.500 DM. Viel besseres gibt´s bei uns heute schon ab 350,00 Euro... Dennoch hatte es sich gelohnt!

Professionelles Büro-Mobil, 1998

Es folgten viele weitere Mobile, anfangs größer werdend, später wieder kleiner - auch beim Energiebedarf, der natürlich dann vorher immer genau ermittelt wurde, damit die Solarstromanlage auch passte. Und ein Modul wurde nicht mehr viel zu Nahe an einer verschattenden Box montiert (wie noch oben zu sehen). Das beste WoMo war wohl der Randonneur, auf der, leider zu schwachen, Renault Traffic-Basis. Dies war für Ausstellungen, Büro, Messen, Montagen, u.s.w. optimal (Laptop, LED, TV, Ventilator, Drehtisch- und Stühle, Laderaum...) - mit 3 x 54 Wp Solarwerk-Modulen, Air 300 Windrad, 240 Ah Moll Batterie, Steca Sigma-Regler und 2000 Watt Waeco-Wechselrichter und bildete bei den Bauarbeiten an der sardischen Zweigstelle unseren ersten Stützpunkt. Die Kosten von ca. 4.000 DM kann man heute mehr als halbieren, wobei Windräder leider eher teurer werden....

Insel-Nachrüstung Finnland Frühjahr 2014
Geschwindigkeits-Überwachung Hainchen, Oktober 1999

Damit nicht ständig die Akkus für diese Anzeige ausgetauscht und geladen werden müssen, wurde ein monokristallines 30 W-Modul von Solarwatt mit speziellem Nano-Regler und Sonnenschein Geräteakku 16 Ah installiert. Bei richtiger Aufstellung wäre ein wartungsfreier Betrieb auch in der dunklen Jahreszeit gewährleistet. Kosten ca. DM 1000,- 


Mittlerweile wurde die Anlage abgebaut - nicht weil das Modul defekt war, sondern die damaligen Anzeigen doch mehr Strom verbraucht haben und der Aufstellort ein Anderer war, als vorgesehen. Dadurch war die Batterie in der dunklen Jahreszeit zu schnell leer.

 

Heute gibt es Anzeigen mit LED-Leuchten, die nur noch ein Bruchteil dessen verbrauchen und mit kleineren, preisgünstigeren PV-Inselanlagen betrieben werden können.
Außerdem bestehen wir heute vorher auf eine genaue Bedarfs-Ermittlung und akzeptieren laienhafte Eigen-Schätzungen nicht mehr.
Die Kosten liegen heute eher bei ca. 100,00 Euro... 

Solarstrominselanlage auf Geländefahrzeug, August 1999

Um in der Wüste immer ausreichend geladene Batterien zu haben, wurden hier 2 Helios-Module H800 (je 80W) eingesetzt, die aufgrund geringerer Füllfaktoren Lade-Vorteile gegenüber anderen Modulen haben. Um die gewünschte Erweiterung realisieren zu können, wurde das, in Deutschland nicht mehr erhältliche, zweite Modul extra aus Italien importiert. Kosten ca. DM 1.000,00

Heute kostet Vergleichbares 150,00 und als Billig-Import nicht mal 100,00 Euro... 

Solarmodule für Segelboot, Irland 2000

Auch oder gerade auf dem Wasser, bzw. einem Segelboot ist eine solare Inselanlage fast unabdingbar (es sei denn, man läßt gerne einen Not-Stromgenerator rattern). Optimal wird es, wenn man dann sowohl mit Windrad, als auch Solarmodulen die Batterie lädt. Hier sind begehbare Sunware-Module aufgeklebt. Solarmodule und Zubehör von uns segeln über alle Weltmeere und Binnengewässer.
Aufgrund geringer Stückzahlen und spezieller Materialien sind die Preise für hochwertige Klebemodule immer noch ein vielfaches höher, als gerahmte Solarmodule - bei geringerer Haltbarkeit...

Ferienhaus Formentera, Sommer 2001

Hier sieht man 2 BP 585-Module (= 170Wp), die, mit optimaler Neigung und Ausrichtung, von der Dachkante abweichend, aufgeständert, auf einem Flachdach auf Formentera stehen. Im Haus ist ein Solarix/ Fronius-Kombigerät, das Solarladeregler und 230V-Wechselrichter vereinigt. Versorgt werden TV, Sat und Licht. Wenn es einmal zu knapp sein sollte (Winter), werden die Solarbatterien mit einem kleinen (Not-)Stromgenerator nachgeladen. 

Ganzjährige Versorgung eines kleinen Öko-Hauses, Portugal 2002
Solare Dorf-Ladestationen, Jemen 2001

Wir hatten 2001 im Auftrag der ISET, bzw. der hessischen Landesregierung,  solare Dorfladestationen (je bestehend aus 600 Wp Helios-Solar-Module, Ladegerät, 8 Solarbatterien und Zubehör, wie Kabel und Tiefentladeschutz) geplant und geliefert  für insgesamt drei solcher Anlagen geliefert. Erst 2 Jahre später war das Ganze dann soweit, von stolzen Männern des Jemen, angeleitet von einem deutschen Ingenieur, aufgebaut und ausgerichtet zu werden. 

Ausgesuchte Dorfbewohner bekommen seit dem die Möglichkeit, alle paar Tage, Ihre Batterie an einer Steca-Dorfladestation tagsüber zu laden, um dann für mehrere Abende Strom für Licht und Radio zu haben.

Mit den speziellen Steca-Ladegeräten ist es möglich, dass bis zu 8 unterschiedliche Solar-Batterien gleichzeitig tagsüber geladen werden können, damit die Leute in Ihren Häusern abends Strom für Licht und Radio haben. 

Autarkes Ferienhaus Naxos, 2002

Auf diesem selbstgebauten Gestell befinden sich 4 x BP-Saturnmodule mit insgesamt 660 Wp. Für eine optimale Winternutzung wurden sie steiler montiert. Sie versorgen ein kleines Häusschen in Portugal, das von einem ökologisch bewussten Menschen ganzjährig genutzt wird. Die in der kleinen Hütte stehende Batterie-Bank (490 Ah/ 24V), mit Bayern OPzS-Zellen, wird von einem Studer-Compact-Kombi-Wechselrichter geladen und entladen und arbeitet un schon seit 15 Jahren zuverlässig. Wenn an dunklen Wintertagen mal zu wenig Strom da sein sollte, wird die Bank über einen Dieselgenerator notfalls nachgeladen. Nach genau einem Jahr Nutzung meldete sich der sehr begeisterte Besitzer, denn jeden Abend war der Akku durch die Sonne zu 100% geladen! Das fast gleiche System durften wir daher ein Jahr später seinem Nachbarn liefern. Bis heute hat keiner von Beiden eine Nachbesserung benötigt...

Die Kosten lagen damals bei relativ günstigen (!) 8.500,00 Euro.  Doch heute sind´s gerade mal 4.000,00...

Ab 2002 entstand auf Naxos/ Griechenland ein Ferienhaus einer deutschen Familie, das vollständig mit unseren Produkten ver- und entsorgt wird und zu allen Jahreszeiten bewohnt werden kann. 8 x BP 580 (640 Wp) Modulleistung auf einer verstellbaren Halterung je nach Jahreszeit, ein Air-X-Windrad mit 400 W und für den Fall eines Falles, ein Honda Eu10i-Notstromgenerator sorgen für die Stromversorgung. Ein Fronius/Solarix Kombi-Laderegler/Wechselrichter mit 24 V/ 900 W übernimmt die Ladungsregelung der 4 Sonnenschein-Solarbatterien Dryfit 230 A und die Bereitstellung von haushaltsüblichem 230 V Strom.

Die Wärme für Wasser und Heizung kommt aus einer thermischen Solaranlage von Viva Solar mit 6 Flachkollektoren (13,2 qm) und einem 850 Liter Speicher mit Durchlauferhitzer.

Reicht die Sonne an einem kühlen, trüben Wintertag einmal nicht für die gewünschte Raumwärme, wird dem Pufferspeicher über einen Tekon-Kamin-Heizeinsatz mit Brennholz nachgeholfen. Die Kollektoren haben eine Neigung von 60°, um sauber zu bleiben, im Sommer nicht ständig in Stillstand zu gehen und für beste Winter-Erträge bei tiefstehender Sonne. Der Schattenwurf des Kamines ist bei den Kollektoren tolerierbar, bei den Modulen wäre dies unmöglich!

Die damals oberflächlich erst einmal hoch erscheinenden Kosten von ca. 19.000 Euro für diese Versorgung relativieren sich, wenn man berücksichtigt, dass weder Ölheizkessel und teure Stromanbindung (1 km!), noch zukünftige Verbrauchs-Gebühren für Strom und Öl anfallen. Vom Komfort, der Unabhängigkeit und der Ökologie ganz zu schweigen. Dennoch ist das Ganze heute eher für die Hälfte realisierbar!

Die vor Ort ansässigen Monteure waren erst einmal ziemlich skeptisch, was da so installiert werden sollte und meinten damals:
"Warum so viele Spiegel (Kollektoren) - zwei reichen doch für eine Familie?" -
Es geht jedoch zeitweise um größere Personenanzahl mit hohen Ansprüchen und eine Heizungsunterstützung für den Winter...
"Müssen die so hoch stehen (60°)?" -
Ja, damit diese Fläche im Sommer nicht ständig überhitzt wird und an Weihnachten, bei tiefstehender Sonne, die Bude warm bleibt...
"Unser Verbindungsschlauch (max. 95°C) reicht sonst immer aus!" -
Man kann die üblichen kleinen leistungsschwachen Schwerkraftanlagen nicht mit einem heizungsunterstützenden Großsystem mit Werten bis zu 200° und 6 bar vergleichen...
"PV-Module und Windgenerator gehen nicht, der Elektriker hat nachgemessen!" -
Alles verpolt, richtig anschließen... 
Dann lief die Sache und der Kunde konnte zufrieden sein. Dennoch musste später nachgebessert werden, weil zum Einen die uns gemachten Verbrauchs-Angaben zu gering waren und die Nutzung ganzjährig, auch durch Mieter erfolgen sollte. Die achten weder auf Strom, Wasser oder sonst was (haben ja schließlich bezahlt....)

 

Bis diese Seite fertig ist, findet man aber schon viele Beispiele auf unserer "alten" Homepage unter:

Ferienhaus-Erweiterung, Finnland Frühjahr 2015

Leider wurde hier auch, wie so oft, auf 12V-Basis begonnen und das sollte dann auch so fortgesetzt werden. Erst später erkannte der Schweizer Kunde, was wir ihm vermitteln wollten:

 

12V-Anlagen sind eher für kleine Spielereien gedacht! (mehr dazu lesen...)
 

Wir ergänzten die beiden Kleinmodule um 4 x IBC 95, ersetzten den vorhandenen Solarladeregler durch ein Victron MPP-Modell und die alten Batterien durch Moll OpzV-Zellen. Bald kamen dann noch ein kleiner und ein großer Insel-Wechselrichter dazu, da das Haus nach Jahreszeiten unterschiedlich genutzt wird.
Da die Sonne außerhalb des Sommers sehr tief steht und überall hohe Bäume sind, musste die Module steil auf Masten montiert werden.
Später teilte er mit:
 

Selbstversorgerhof, Lüneburger Heide 2017

Eine unserer größten, autarken Anlagen in Deutschland (8 kWp REC-Solarmodule, Wechselrichter und Solarladeregler von Studer und eine 2040 Ah/48V-OpzS-Batteriebank  von Moll) versorgt von ca. Anfang März bis Ende Oktober zu 100% die kleine, Bio-Gemüse anbauende Gemeinschaft. Im Winterhalbjahr muss an dunklen Tagen gelegentlich mit einem Notstrom-Aggregat nachgeladen werden, zumal der umliegende Wald die Sonnen-Einstrahlung reduziert.

Das Endziel ist aber eine völlig erneuerbare Autarkie - möglich durch Vergrößerung des Solargenerators und noch anstehende Optimierung bei den Verbrauchern.


Moin,   
sind begeistert. Seit Ostersonntag versorgt uns ausschließlich die Anlage von Euch mit Strom. Toll!!! 


Nachtrag v. 7.11.2017:


Hallo Herr Oberholz,

immer noch Stille im Birkenmoor! Super; mal sehen, wieviel Stunden das noch gut geht.


 

Guten Morgen Herr Oberholz, .....

das neue System übertrifft unsere kühnsten Erwartungen!
Die Batterien sind praktisch immer zu 100% geladen obwohl wir viele zusätzliche Verbraucher im Einsatz haben, z.B. einen 600 W Inverter fürs Laden von Laptops, Werkzeugakkus, etc....
Der tiefste Wert, den ich bisher gesehen habe, lag um die 96% (gemessen am frühen Morgen, nachdem wir über Nacht noch einen zweiten Kühlschrank laufen hatten). Den Windgenerator haben wir momentan abgestellt. Was mich besonders beeindruckt, ist die grosse Menge an Energie, die auch bei bedecktem Himmel produziert wird - meist 3-5 A. Seit rund 2 Wochen haben wir hier in Finnland schlechtes Wetter, die Sonne zeigt sich zwischen wenig und nie und trotzdem haben wir mehr als genug Energie....

Nochmals besten Dank für die gute Beratung und die Lieferung der Komponenten direkt nach Finnland

Freundliche Grüsse

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